Der Kanton Redingen hat von 2014-2016 zusammen mit den Mitgliedern der 10 Klimateams ein kantonales Mobilitätskonzept erstellt.

Mobilität: früher und heute!

Früher zur Zeit unserer Ururgroßeltern hat sich die alltägliche Mobilität auf einen Radius von 10km ums Zuhause beschränkt und fand hauptsächlich zu Fuß, aufm Rad oder im Pferdekarren statt.

      

Quelle: Archiv Museumsdorf.de                             Quelle: Alte Postkarte von 1905 (Fotograph: Ch. Bernhoeft)

Heute hat sich unser Mobilitätsradius auf den Radius unserer Erde ausgedehnt: es gibt nur noch sehr wenige Ecken auf unserem Planeten, die wir nicht innerhalb von 48 Stunden erreichen können. Und dieser Quantensprung in unserer Mobilität ist dem technischen Fortschritt und vor allem den fossilen Energieträgern zu verdanken.

In Kuborn wohnen, tagsüber in Esch/Alzette arbeiten, nach der Arbeit schnell in Perl shoppen danach in Bonnevoie das Judo-Training besuchen und abends noch in Wiltz mit Freunden feiern… Null Problemo heutzutage! Vor 150 Jahre hätten unsere Vorfahren dafür eine ganze Woche einplanen müssen.

 

 Transportsektor = der größte Energiefresser in Luxemburg

Unsere kantonale Mobilitätsumfrage hat ergeben, dass 7 von 10 Bewegungen mit dem Auto erfolgen. Sehr häufig wird das Auto auch für kurze Distanzen (< 3 km) benutzt, wo andere Verkehrsmittel, wie zu Fuß gehen oder das Rad, keine utopischen Alternativen wären.

Der Transportsektor ist der größte Energiefresser in Luxemburg: er allein verbraucht fast 60% unserer Energie, Tendenz steigend. Auch wenn der Löwenanteil den Nicht-Einwohnern zugerechnet wird, kommt die moderne Mobilität uns in Sachen Luftqualität, Flächen- und Energieverbrauch teuer zustande.

 

 

Große Potenziale für unsere Region!

Weitere Fakten wurden in unserer kantonalen Umfrage festgestellt:

  • Das Ballungsgebiet der Stadt Luxemburg ist der am meist genannte Arbeitsort.
  • Redingen ist der am meist genannte Schulort.
  • Bei den Freizeitorten ist Redingen auch an erster Stelle. Aber auch die Hauptorte der verschiedenen Gemeinden werden viel in der Freizeit aufgesucht.
  • Durchschnittlich befinden sich 1,17 Insassen pro Auto auf dem Weg zur Arbeit und Ausbildung.

Hieraus ergibt sich ein großes Potenzial für:

  • Fahrgemeinschaften zur Arbeit
  • einen attraktiven öffentlichen Transport zur Arbeit / Schule
  • Rad und E-Bike für Bewegungen in der Gemeinde und im Kanton (Schule, Freizeit,…)

 

 Der Bericht des Mobilitätskonzeptes können Sie hier runterladen.

 

 

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Regionales Mobilitätskonzept Kanton Redingen - Endbericht v49 ms.pdf)Bericht Mobilitätskonzept6316 KB